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Notfunk / Systemausfall

Nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BBK.
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DL8CBM
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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von DL8CBM » Di 6. Mär 2018, 10:01

Ich würde sogar sagen: Es genügt wenn ein paar Relais weiterlaufen. Die Relaisbetreiber könnten sich zusammensetzen (ja ich weiss... ) und untereinander absprechen welche Relais für einen Notbetrieb nötig sind. Sinnvollerweise wären dann die Relais die ein großes Einzugsgebiet haben mit Notstrom zu versorgen. Kleine Lokalrelais wären da eher unwichtiger.

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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von DB2HTA » Di 6. Mär 2018, 11:25

Die Kosten hängen auch davon ab, wie lange der Puffer bei Stromausfall das Relais versorgen soll. Mit 300 Euro wird das nicht recht lang zu sichern sein. Gerade in einer Notsituation wird das Relais wohl auch stärker genutzt. Die besonders kritischen Stromausfälle sind die länger dauernden.

Rechnen wir mal grob mit einem Akku von 100 Ah Kapazität und einem Relais das 10 A Strom beim Senden zieht (für die einfache Überschlags-Rechnung). Dann ist nach 10 Sendestunden der Akku komplett leer, was ihm auch nicht so gut tut.

Eine zusätzliche Stromquelle (am besten solar und / oder per Windgenerator) wäre da anzuraten, führt aber zu deutlich höheren Kosten.

Billige Akkus leben auch nicht arg lang und müssen nach wenigen Jahren ersetzt werden.
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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von DB2HTA » Di 6. Mär 2018, 11:50

1 Watt Sendeleistung würde in Katastrophen nicht genügen. Es würden weniger Relais zur Verfügung stehen und die wenigen hätten dann einen größeren Versorgungsbereich.
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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von DL8CBM » Di 6. Mär 2018, 12:43

Was ich mir noch dazu überlege:
Muss der Akku denn immer vor Ort und angeschlossen sein? Bei einem Stromausfall beginnt der "Notfall" ja nicht sofort, erstmal sitzt ja jeder Zuhause und guckt was passiert. Zum Notfunkbetrieb dürfte es erst nach einiger Verzögerung sicher erst nach ein paar Stunden kommen. Genug Zeit also, daß einer der Relaisbetreiber schnell hinfährt und einen Akku der Zuhause lagert dort anschließt. Zumal man ja während eines Stromausfalls genau genommen nicht viel zu tun hat, geht ja nichts. Da kann man de Zeit nutzen, das Relais mit Strom zu versorgen.

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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von DL8CBM » Di 6. Mär 2018, 16:31

Der hat das DIng bei sich, und kann da schneller sehen ob der Akku überhaupt noch läuft. Akkus haben die blöde Eigenschaft im Laufe der Zeit Kapazizät einzubüßen.
Wäre der Akku immer im Relais eingebaut und würde ständig geladen, ist zwar das Relais die ersten 10 Minuten nach dem Stromausfall noch am laufen, aber dann ist Ende weil der Akku längst den Alterstod gestorben ist, und keine Leistung mehr bringt. Hat der Verantwortliche den Akku bei sich, kann er ihn leichter gelegentlich prüfen, und so ein Problem rechtzeitig erkennen.
Oder man bräuchte überhaupt keinen Akku speziell dafür. Der Verantwortliche nimmt einen Akku den er grad rumliegen hat, der normal vielleicht für SOTA oder andere Aktivitäten genutzt wird. Man könnte so die Kosten "verteilen" wenn man Komponenten benutzt die außerhalb des Notfunkes für andere Aktivitäten genutzt werden.

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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von Funkenpuster » Di 6. Mär 2018, 18:20

Unabhängig von der einzusetzenden Technik für ein autarkes Relais mit ausfallsicherer Stromversorgung sehe ich bei Anlagen von überörtlicher Bedeutung durchaus die Distrikte in der Pflicht sich hier finanziell zu beteiligen. Wenn dann noch mehrere OV's nicht benötigte Rückstellungen auflösen und zur Verfügung stellen, sollte einer Umsetzung nichts im Wege stehen. Allerdings ist das nur mit entsprechender Überzeugungsarbeit möglich ... :D
Zuletzt geändert von Funkenpuster am Mi 7. Mär 2018, 17:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Notfunk / Systemausfall

Beitrag von db5yy » Mi 7. Mär 2018, 00:51

So eine Notstromversorgung kann wie die Autarkversorgung in meinem Wohnmobil funktionieren. Solarpanele laden tagsüber den Akku wieder auf, ein MPPT-Laderegler übernimmt das Batteriemanagement, und die muss nur die Nacht und evtl. sonnenlose Tage überbrücken. Kaum vorstellbar, dass das ein größeres Problem sein soll, nahezu unbegrenzte Stromautarkie herzustellen. Wir haben bei uns an Bord eine Dauerlast von 3-4 A pro Stunde, macht also 70 - 100 Ah pro 24h. Das wird tagsüber in der Regel gut nachgeladen.
73 de db5yy
Gode 8-)

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