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Benötige Ratschläge bezüglich vorgehen Notfunk ohne AFu.

Verfasst: Fr 11. Nov 2022, 12:50
von Galatheas
Hey ho,
kurzes Resumé zur Notfunkübung vom Tom.
Im WebSDR konnte ich alle infos aufnehmen.
Im 2m und 70cm war bei mir toten stille.
Und über FreeNet und PMR brauch ich glaub ich gar nichts erzählen.

Daher nehme ich mir den Ratschlag von DJ1NG gerne an, mir noch CB zuzulegen.

Tom (also DB2MT) hat ja jetzt eine Neue Karte erstellt. Auf dieser Karte ist bislang nur eine einzige CB Station eingetragen, die in meinem Empfangsbereich liegt. Wobei ca. 35km schon echt ne ansage ist.... OB ich den jemals hören könnte ist fraglich...
Natürlich versuche ich nebenher noch für eine AFu Lizenz lernen.
ABER....

Rein theoretisch müsste ich ja erst einmal nur eine möglichkeit haben, die gängigen Bänder abzuhören.
Da gibt es doch auch so tolle Geräte (SWL? Geräte?).
WebSDR fällt in einer Notsituation definitiv flach. Also muss ich irgendwie zuverälssig an Infos kommen.
Was für geräte gibt es, die alle gängigen Bänder empfangen kann, die auch noch erschwinglich sind.

Ich sag euch ganz ehrlich. Sollte nen Gerät irgendwie 300 Euro kosten, dann leg ich gleich direkt das doppelte auf den Tisch und kauf mir ein Yaesu FT-818.

Laut "Heinz Just me" (DL8MH) wäre das so die günstigeste eierlegendewollmilchsau die neben KW auch noch CB, 2m und 70cm kann. Zwar nur mit 6W, die aber mit einer guten Antenne aussreichend sein soll um auch weitere strecken überbrücken zu können.
Klar, senden geht nur mit AFu Lizenz, aber ich kann hören, was im ersten moment ja Essenziell ist für die Informationsbeschaffung. Und wenn ich die Lizenz in der Tasche habe... ja dann kann ich auch in den Sendebetrieb gehen...

Daher jetzt nochmal die Frage...
Gibts (gute) SWL Geräte für max 100-200 Euro die auch out of the Box laufen?
Oder sagt ihr, lass es, Heinz hat recht, kauf das 818, bau dir die antennte XYZ und ggf Antennentuner kaufen und fertig?
Macht es dann noch sinn, trotzdem eine CB Station zu kaufen? Das 818 kann da ja auch betrieben werden. (ich weis, ohne Afu Lizenz nur hören...)
Sollte dann halt eine Portable Station sein die wenig strom braucht. Auch wenn ichs nicht benutzen darf, aber da find ich das 818 schon irgendwie nice da es nen intigrierten Akku hat...
Oder würdet ihr das an meiner stelle vielleicht noch ganz anders machen?

Grüße
Moe

PS: Tom hat schon angekündigt, in nicht all zu ferner zukunft die Notfunkübung zu widerholen....
Wäre schön wenn ich bis dahin soweit ausgestattet bin, das ich auch "richtig teilnehmen" könnte. ^^

Re: Benötige Ratschläge bezüglich vorgehen Notfunk ohne AFu.

Verfasst: So 13. Nov 2022, 14:53
von DK4BU
Hallo Moe,

erstmal, prima, dass du dich für den Amateurfunk interessierst und dazu die Lizenz anstrebst. Das ist in meinen Augen, der richtige Weg.

Was die KW Empfänger fürs auf Kurzwelle mithören angeht, sind die Geräte von Tecsun recht preiswert und dennoch gut zu gebrauchen. Da kann man bis 100 Euro schon fündig werden . Daran ein " paar Meter Draht" aus dem Fenster in den Baum... nicht zu lang, sonst stopft, gard in den Abendstunden der Empfänger event zu.

Was den FT 818 angeht von Yaesu. Ein sehr gutes Gerät um mobil oder portabel auf 160m bis 70 cm arbeiten zu können. Und ja, das wäre ein zusätzlicher Antrieb für dich, mit der Lizenz schneller voren zu kommen.

Aber verspreche dir, im 80m Band bei all dem Gedränge der Menge an Stationen, nicht so großen Erfolg. Da sind dann die 5 W nicht immer genug um gehört zu werden. Ich liebe den 817/8 auch und nutze ihn sehr viel portabel. Auch aus dem Hotel oder sonst wo. Aber für den von dir geforderten Zweck, ist er " zu schwach" . Es gibt ihn aber auch gebraucht , als 857 mit dann 100 W . oder den FT450 mit 100 w und eigebautem Tuner.

Also man wird auf Dauer, eh mehr wie ein Gerät besitzen. Nur für deinen ersten Einsatz in der Übung am 26.11. sind 5 Watt, was sehr knapp.

Nochmal.. es ist leichter, mit 5 Watt eine Station auf 20 m z.B. in Finnland oder Italien oder noch weiter weg, in Phonie, zu erreichen, wenn die Bedingungen es zulassen. Dagegen innerdeutschen Betrieb in Phonie im 80m Band in den Abendstunden, bleibt ein schwieriges Unterfangen .

73 Jürgen DK4BU

Re: Benötige Ratschläge bezüglich vorgehen Notfunk ohne AFu.

Verfasst: Mi 16. Nov 2022, 15:37
von Galatheas
Hallo Jürgen und danke für die Antwort :D

Laut DL8MH (Heinz - Just me) soll das 818 für innerdeutschen Funk mehr als ausreichend sein.

Ich muss ja auch nicht unbedingt von Bremen aus nach München Funken können.... Wenn ich bis Hamburg käme wäre das mehr als nur absolut ausreichend. Also strecken von einem Radius von ca. 250km
Generell lege ich aber - im schwerpunkt Notfunk - viel mehr Wert auf hören, als auf gehört werden.

Klar wäre es schön, wenn ich auch nach Polen oder Italien kommen könnte. Ist für mich aber eher zweitrangig.

Und solange ich keine AFu Lizenz habe, ist die PTT (Außerhalb von Katastrophen/Notsituationen) so oder so Tabu für mich :D
Ich merks ja jetzt schon wie verlockend es ist sich in ein Gespräch einzuklinken. 2m hör ich mir ja regelmäßig an.

Bezüglich der Tecsun Geräte... da guck ich mal in der Bucht oder beim großen A mal vorbei. Vielen Dank für den Hinweis...
Ich hoffe ich bekomm einen Empfänger noch vor der nächsten Übung ^^
DK4BU hat geschrieben:Also man wird auf Dauer, eh mehr wie ein Gerät besitzen.
PSSSTTTT nicht so laut xD sonst steigt mir die bessere hälfte aufs Dach xD

Spaß bei seite...
Langfristig, sollte ich denn die AFu-Prüfung schaffen *hust röchel* war eh der Plan sowas wie ein ICOM-7000 anzuschaffen.
Zusammen mit dem FT-818 und meinen 2m/70cm Handfunken wäre ich dann eigentlich recht gut aufgestellt.

Wenn das Lernen nur nicht so ****** wäre :D
Alles in eigenregie zu lernen ist echt nicht ohne :(

Nochmal danke für die Antwort, ich guck mir die Geräte die Tage mal an :)

Gruß
Moe

Re: Benötige Ratschläge bezüglich vorgehen Notfunk ohne AFu.

Verfasst: Mi 16. Nov 2022, 19:53
von DK4BU
Hallo Moe,

Danke für die Rückmeldung.

Wenn du mal mit dem Tecsun Empfänger Abends auf dem 80 m Band bist, wirst du erkennen, was es an Schwierigkeiten gibt was " Hören und gehört " werden bedeuten kann.

Grad um diese Zeit nun. Eine Staion nahe Küste im Norden sowie eine Nahe München ging problemlos. Ich bin relativ in der Mitte im Westen der Republik. Der Nahbereich bis 6 km Reichweite ging noch. Aber die Station 20 km von mir, konnte ich nur erahnen.. Das war dann schon Beginn der toten Zone.

Also der Wunsch, nur bis 250 km zu kommen, ist nicht immer planbar, aber oft machbar. Hängt dann auch vom Antennenaufbau ab. Höhe , Winkel. Ob eher steil strahlend usw. Ist ein großes Spielfeld, macht aber Spaß.


Die Aussage von Heinz mit 818 und innerdeutsche Kontakte.. Denke er hat irgendwas Anderes sagen wollen. Denn mit 5 Watt und 80 m das ist ne Mega Herausforderung und geht eher in Frust über. Es sei denn man nimmt schmale Digitale Betriebsarten oder gar Telegraphie. Also 20 bis 40 W sind schon nötig um ein vernünftiges Gespräch halten zu können.

Was das Lernen angeht. Lade dir den HAM Radio Trainer auf den Laptop. Der begleitet dich mit allem was du brauchst bis zur Prüfung. Inkl Test Prüfungen, um seinen Wissenstand oder eigene Sicherheit festzustellen. Gibt auch Apps fürs Handy zum erlernen der Lizenz
Was das alleine Lernen angeht. Grad in der dunklen Jahreszeit gibt es ab und an Online Kurse von div Ortsvereinen oder vom DARC. Mal googeln. Oder auch ein Verien in deiner Nähe, die sowas anbieten.

Innerer Schweinehund überwinden. Es könnte zur Krise kommen, also loslegen. Früh einen Prüfungstermin machen, das hält Einen auf Trab um sein Ziel zu erreichen. Eventuell, immer nur ne halbe Stunde büffeln, statt stundenlang.

73 Jürgen DK4BU

Re: Benötige Ratschläge bezüglich vorgehen Notfunk ohne AFu.

Verfasst: Do 17. Nov 2022, 14:03
von Galatheas
Guten Mahlzeit meine lieben freunde der guten Unterhalten....
hä? was? achso, mist, falsches Forum :D

Ich danke dir für die ausführungen bezüglich dem 818.
Ich mein, 700 Euro ist ja nicht mal eben so in meiner Portokasse vorhanden...

Nochmal kurz zur Lernthematik:
HamRadio Trainer hab ich tatsächlich, mein problem ist leider eher die Zeit. ich hätte maximal 20-30 minuten täglich (und auch nicht jeden Tag) Zeit, zu lernen. Und aktull gibts einfach zu viele Themen auf einmal mit denen ich mich befassen muss... Grad das Thema Kriesenvorsorge (wo Notfunk ja mit rein fällt) frisst ungemein viel Zeit und vorallem Geld...
Ja, ich habe das Programm, Ja ich lerne damit immer wenn die Zeit da ist...
Wenn ich dann aber mal eben in die Statistiken hineingucke....

Das Programm ist seit ca. 2 Monaten installiert... davon habe ich sage und schreibe 1h 14m Zeit mit dem Programm verbracht -.-"
Oder in "Anzahl bearbeiteter Fragen" gesagt.... 87 von 863 Fragen... davon 47 falsch und 40 Richtig....
davon mind. 30 auf gut glück und "klingt logisch" beantwortet und den Rest tatsächlich gewusst....

Der Hackerspace Bremen bietet wohl öffters solche Kurse (auch Hybrid also Online) an... Allerdings machen die jetzt erstmal die Erweiterung von E auf A und der Kurs läuft wohl auch schon länger...

Letzte kleine Hoffnung... ich hab mal unseren DARC OV angeschrieben...
Zwar wegen Thema Notfunk (das die null auf dem Schirm hatten bislang) aber mal gucken... vielleicht erbarmt sich ja jemand aus meinem Heimatort und geht mit mir zwischendurch mal bisschen was durch...

Mir persönlich bringt es recht wenig, wenn ich auf Fragen wie:
Wie groß ist der Einzelwiderstand der Gesamtschaltung? Gegeben R1=500Ohm R2=1000Ohm R3 = 1kOhm
Antwort: 1kOhm
Wenn ich grad gar nicht verstehe was hier von mir gewollt ist... (war jetzt nur eine Beispielfrage aus HamRadio Trainer die grad aufgeploppt ist)
Elektrotechnik war noch nie mein Fachgebiet.... Schon zu Schulzeiten wars mir völlig egal wie ein Gerät verdrahtet ist und wieso es so funktioniert, wie es funktioniert. Für mich war nur wichtig das es funktioniert, und wie man es bedient damit es funktioniert....
Sprich:
Ich kann zwar Programmieren.... Auch für verschiedene Plattformen und Betriebssysteme, aber wenns an Platinenschaltung geht... da bin ich dann raus....


Anyway...
Ich hab mal nebenher nach solchen Tecsun Geräten geschaut....
Uff.... alter sind die Teuer.... knappe 300€ find ich schon bisschen arg heftig.
Mir ist aber noch was anderes eingefallen...

Es soll wohl auch so tolle USB-Sticks geben, die ebenfalls sämtliche bänder empfangen können... Laptop ist ja da... Akku ist eigentlich auch immer geladen.... Solar-Powerstation zum aufladen wäre auch vorhanden...
Wäre das nicht noch eine "Temporäre" lösung zum mithören?

Gruß
Moe

Re: Benötige Ratschläge bezüglich vorgehen Notfunk ohne AFu.

Verfasst: Do 17. Nov 2022, 14:49
von DK4BU
Also der Tecsun PL660 ist aber weit von 300 Euro entfernt und macht nen guten Job auf Kurzwelle , wie auch den anderen Bändern. Wenns kleiner sein darf, auch der PL 330.. Der ist sogar unter 100 Euro. Beide getestet und für ok befunden

Und einen FT 817 ND kann man gut gebraucht bekommen.

LG Jürgen